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OMDS 3: Viel getan – und noch viel zu tun

15.5.2019 – Der OMDS 3.0 ist teils in der Praxis angekommen, teils harrt er noch der Umsetzung, so der Sukkus einer Pressekonferenz am Dienstag. Ein Treiber für eine beschleunigte Implementierung könne das neue Vertriebsrecht sein – denn ein IDD-konformer Vertrieb sei ohne digitale Unterstützung extrem schwer, meint etwa Generali-Vertriebsvorstand Arno Schuchter.

Die Abwicklung der Prozesse im Verkehr von Versicherungsmaklern und Versicherungsunternehmen sollte so weit wie möglich elektronisch erfolgen, so der Tenor einer Pressekonferenz in Wien, zu der die Together CCA GmbH am Dienstag mit Vertretern der Versicherungswirtschaft auf dem Podium geladen hat.

Das Pressegespräch fand nur wenige Tage nach dem Veldener Symposion statt, bei dem Digitalisierung ebenfalls ein Schwerpunktthema war – und die Fortschritte in Sachen elektronischem Datenverkehr unterschiedlich beurteilt wurden (VersicherungsJournal 13.5.2019).

Wie steht es nun um die Umsetzung des „Österreichischen Maklerdatenservice“, kurz OMDS 3.0, der einen standardisierten, unternehmenübergreifenden Datenverkehr verspricht?

Mitten auf dem Weg

Es sei bereits sehr viel getan, viel sei aber noch zu tun, sagte Arno Schuchter, Vertriebsvorstand der Generali Versicherung AG und im Versicherungsverband (VVO) Chef des Komitees für Marketing und Vertrieb, bei der Pressekonferenz.

Bei den meisten Versicherern bestehe eine eigene EDV, die Implementierung des OMDS 3.0 hänge jeweils vom Tempo der einzelnen Unternehmen ab.

Laut Andreas Hallemann, Leiter der Abteilung für EDV und Statistik im Versicherungsverband (VVO), ist der OMDS bei „knapp unter zehn Versicherungsunternehmen“ und bei „vier bis fünf Softwareherstellern“ umgesetzt.

Er betonte aber, dass sogenannte „Quick-wins“, also kleinere, schneller einzubauende Teile bereits verbreitet im Einsatz seien. Größere Komponenten seien auf dem Weg.

Anwendung bei Versicherungsmaklern

Und inwieweit nutzen die Versicherungsmakler den OMDS 3.0 bereits? Zum einen sei die IT-Landschaft bei den Maklern heterogen, sagte Schuchter, zum anderen hänge die Nutzbarkeit freilich davon ab, dass der OMDS 3.0 überhaupt seitens der Anbieter zur Verfügung stehe.

Deshalb sei es auch wichtig, dass die Softwarehäuser den Maklerdatenservice unterstützen. Ein Großteil tue dies auch schon. Die technischen Voraussetzungen für die Anwendung des OMDS 3.0 seien bereits weit gediehen.

Viele Versicherungsmakler hätten in der Vergangenheit rein analog gearbeitet, fügte Schuchter hinzu. Vor diesem Hintergrund sei der Umstieg auch auf Maklerseite nicht ohne Hürden.

Schuchter glaubt allerdings, dass die Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) ein Treiber sein wird, denn es sei „extrem schwer, ohne digitale Unterstützung Vertriebsprozesse IDD-konform abzuwickeln“.

„Bewusstsein um Notwendigkeit vorhanden“

Harald Riener, Vertriebsvorstand der Donau Versicherung AG, vermerkte positiv, dass das Bewusstsein für die Schnittstellenproblematik im Versicherungsmarkt „deutlich sichtbar“ und die Akzeptanz „definitiv gegeben“ sei. Das sei „wahrscheinlich der beste Beschleuniger“ für den OMDS 3.0.

Auch Christian Eltner, VVO, las rückblickend aus den Stellungnahmen in Velden ab, dass ein entsprechender Bedarf bestehe. Es handle sich aber eben um einen komplexen Prozess, der Schritt für Schritt vonstattengehe und Zeit benötige. „Wir bieten das Werkzeug an“, ergänzte Eltner.

Gerhard Schuster, CEO von Together CCA, verwies darauf, dass auch in anderen Wirtschaftszweigen zu beobachten sei, wie zeitintensiv Standardisierung ist. Das sei etwa im Bereich des Smart Home oder von Handy-Schnittstellen zu sehen.

Bei der Standardisierung des elektronischen Datenverkehrs im Versicherungsbereich seien sehr viele Stakeholder mit verschiedenen Bedürfnissen eingebunden. Dieser Prozess benötige zwar Zeit, Schuster ist aber überzeugt, dass das Ergebnis „am Ende umso akzeptierter“ sein wird.

 
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