Das persönliche Sicherheitsempfinden der Österreicher

21.1.2026 – Die halbe Bevölkerung neigt nach eigener Einschätzung laut einer Umfrage generell zur Vorsicht, etwa ein Sechstel zur Risikofreude. Zum Besorgtsein tendiert ein Drittel, gut ein Viertel fühlt sich eher sorgenfrei. Fragt man, wie viel Sorge bestimmte Themen bereiten, so werden vor allem Kostenentwicklung, Migration und Kriege genannt. Naturkatastrophen beschäftigen etwas mehr als ein Viertel.

Für wie vorsichtig, für wie risikofreudig generell halten sich die Österreicher? Etwa die Hälfte neigt zur Vorsicht, etwa ein Sechstel zur Risikobereitschaft. Rund ein Drittel ordnet sich in der Mitte ein.

So stellt es sich jedenfalls laut nun veröffentlichten Ergebnissen einer Eigenstudie von Marketagent.com, durchgeführt in Kooperation mit der FH Wiener Neustadt, Campus Wieselburg, dar.

In die Auswertung flossen Antworten von 1.010 Personen im Alter von 14 bis 75 Jahren ein, die im April und Mai 2025 österreichweit befragt wurden.

Als „(eher) besorgt“ bezeichnet sich zirka ein Drittel, nur etwas mehr als ein Viertel fühlt sich „(eher) sorgenfrei“. Fast vier von zehn Befragten positionieren sich zwischen diesen beiden Gruppen.

Selbsteinschätzung zu Vorsicht, Risikofreude, Besorgnis, Unsicherheit usw. (Grafik: Marketagent.com)
Zum Vergrößern Grafik anklicken (Quelle: Marketagent.com).

„Sorgenskala“: Preise, Migration, Krieg

Inwieweit bereiten den Befragten bestimmte Themen und Entwicklungen Sorgen? Den Teilnehmern wurde dazu eine Liste vorgelegt.

Den Spitzenplatz nimmt die Preisentwicklung ein: 60,3 Prozent bereitet sie „sehr große“ oder „eher große“ Sorgen. Mit wenig Abstand folgen dahinter „Migration und Zuwanderung“ (55,5 Prozent) sowie Kriege (52,9 Prozent) und die politische Entwicklung in Österreich (52,7 Prozent).

Die „eigene Gesundheit bzw. Gesundheit von Familienmitgliedern“ rangiert weiter hinten, kommt aber immerhin auf fast ein Drittel (29,5 Prozent). Naturkatastrophen machen 27,5 Prozent Sorgen, die Auswirkungen technologischer Entwicklungen wie KI und Automatisierung 25,0 Prozent.

Sorgenskala (Grafik: Marketagent.com)
Zum Vergrößern Grafik anklicken (Quelle: Marketagent.com).

Wahrgenommene Sicherheit hoch

Die in Österreich „wahrgenommene Sicherheit“ scheint indes insgesamt hoch: Für ein Fünftel (20,3 Prozent) ist Österreich ein „sehr sicheres“ Land, für 65,5 Prozent ein „eher sicheres“. Jeder Siebte findet Österreich eher (11,7 Prozent) oder sehr (2,5 Prozent) unsicher.

Ganz allgemein betrachtet: Wie halten es die Österreicher mit dem Vertrauen in andere Menschen? 1,9 Prozent meinen, dass man Menschen „immer“ vertrauen kann. Eine knappe absolute Mehrheit von 51,1 Prozent denkt, dass man dies „normalerweise“ kann.

Der Rest ist entsprechend skeptischer. 36,1 Prozent unterschreiben die Ansicht: „Man kann normalerweise nicht vorsichtig genug sein im Umgang mit Menschen.“ Und 10,9 Prozent meinen überhaupt: Man kann nie vorsichtig genug sein.

Vertrauen in andere Menschen

Wenn es um das „Vertrauen in Hilfe durch andere“ geht, gehen die Ansichten ebenfalls auseinander.

Ein knappes Viertel glaubt, „eher“ oder „sehr“ daran, dass andere in einer Gefahrensituation zu Hilfe kommen.

Dem stehen 38,7 Prozent gegenüber, die das eher weniger oder gar nicht glauben. Dazwischen liegen 38,5 Prozent, die „teils, teils“ sagen.

Zwei Drittel stufen eigene Gesundheit als gut ein

Gefragt wurde unter anderem auch, wie der derzeitige Gesundheitszustand eingestuft wird.

Ein Viertel (26,4 Prozent) bewertet den eigenen psychischen bzw. mentalen Gesundheitszustand als „sehr gut“, nicht ganz die Hälfte (41,2 Prozent) als „eher gut“, weitere 23,7 Prozent sagen „teils, teils“. Die restlichen knapp 9 Prozent bezeichnen ihn als eher oder sehr schlecht.

Ähnlich ist es mit der physischen Gesundheit: Hier sagen 16,5 Prozent: Mein Gesundheitszustand ist „sehr gut“, 46,5 Prozent finden sie zumindest „eher gut“, 27,9 Prozent „teils, teils“. Rund 9 Prozent beurteilen sie als eher oder sehr schlecht.

Auffällig: Bei den „Babyboomern“, also dem ältesten Teilnehmersegment ist der Anteil jener, die sich körperlich sehr gut fühlen, mit 9,9 Prozent fast am kleinsten, gleichzeitig aber der Anteil jener, die ihre psychische Gesundheit sehr gut finden, am deutlich größten (37,0 Prozent).

Link

Präsentation der Ergebnisse (PDF, 666 KB, Marketagent.com)

Schlagwörter zu diesem Artikel
Gesundheitsreform · Marktforschung · Unwetter
 
Ihr Wissen und Ihre Meinung sind gefragt

Ihre Leserbriefe können für andere Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein. Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare unter den Artikel in das dafür vorgesehene Eingabefeld.

Die Redaktion freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt ist. Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu! Schreiben Sie bitte an redaktion@versicherungsjournal.at.

Allgemeine Pressemitteilungen erbitten wir an meldungen@versicherungsjournal.at.

Täglich bestens informiert!

Der VersicherungsJournal Newsletter informiert Sie von montags - freitags über alle wichtigen Themen der Branche.

Ihre Vorteile

  • Alle Artikel stammen aus unserer unabhängigen Redaktion
  • Die neuesten Stellenangebote
  • Interessante Leserbriefe

Jetzt kostenlos anmelden!

VersicherungsJournal in Social Media

Besuchen Sie das VersicherungsJournal auch in den sozialen Medien:

  • Facebook – Ausgewähltes für den Vertrieb
  • Twitter – alle Nachrichten von VersicherungsJournal.at
  • Xing News – Ausgewähltes zu Karriere und Unternehmen
Diese Artikel könnten Sie noch interessieren
8.1.2026 – Zum Auftakt wurde in einer Umfrage erhoben, inwieweit die Österreicher ehrenamtlich tätig sind, auf welchen Gebieten und aus welchen Gründen. (Bild: Allianz/Cardes) mehr ...
 
18.12.2024 – Im ersten Teil unseres Jahresrückblicks lassen wir Ereignisse der ersten drei Monate im Zeitraffer Revue passieren. (Bild: Zerbor/AdobeStock) mehr ...
WERBUNG