Finanzergebnis der Versicherungswirtschaft fällt weiter

9.11.2018 – In einem Vergleich der Finanzergebnisse der ersten Halbjahre ab 2010 fällt 2018 in zweierlei Hinsicht auf: Das Finanzergebnis erreichte mit 1,34 Milliarden Euro den niedrigsten Stand, und die Kapitalerträge fielen zum ersten Mal unter zwei Milliarden Euro (1,83 Milliarden Euro).

2017 war das erste Jahr ab 2010, in dem das Gesamt-Finanzergebnis der österreichischen Versicherungswirtschaft unter die Drei-Milliarden-Euro-Marke fiel. Gegenüber 2016 sank es um 7,74 Prozent auf 2.815 Millionen Euro (VersicherungsJournal 2.5.2018).

Finanzergebnis sinkt weiter

Im ersten Halbjahr 2018 setzte sich dieser Trend fort, dies sogar in größerem Ausmaß: Nach 1.608,6 Millionen Euro im Vergleichszeitraum 2017 verringerte es sich in den ersten sechs Monaten 2018 auf 1.341,3 Millionen Euro, wie den Daten der Finanzmarktaufsicht (FMA) zu entnehmen ist.

Zum Vergleich: Vom ersten Halbjahr 2016 auf das erste Halbjahr 2017 war das Finanzergebnis um 6,74 Prozent zurückgegangen.

Im Ranking der ersten Halbjahre ab 2010 steht 2018 am Ende der Tabelle. In keinem anderen war das Finanzergebnis so niedrig. Am zweitniedrigsten (1.589 Millionen Euro) war es acht Jahre zuvor gewesen.

Finanzergebnisse der ersten Halbjahre seit 2014 (Daten: FMA, Grafik: Lampert)

Erträge fallen unter Zwei-Milliarden-Marke

Ein Blick auf die beiden Komponenten des Finanzergebnisses – die Erträge aus Kapitalanlagen und Zinserträge einerseits sowie die Aufwendungen für Kapitalanlagen und Zinsaufwendungen andererseits – zeigt eine weitere „Premiere“ in den 2010ern.

So ist unter den ersten Halbjahren in diesem Zeitraum jenes von 2018 das einzige, in dem die Kapitalerträge geringer als zwei Milliarden Euro waren. Sie reduzierten sich von 2.116,1 auf 1.832,0 Millionen Euro (–13,42 Prozent). Vom ersten Halbjahr 2016 auf das erste 2017 hatte das Minus 10,41 Prozent betragen.

Die Kapitalaufwendungen verringerten sich, verglichen mit dem ersten Halbjahr 2017, geringfügig um 3,3 Prozent auf 490,8 Millionen Euro. Das ist im Zeitraum ab 2010 der zweitniedrigste Wert aller ersten Halbjahre; nur in jenem 2013 war es mit 446 Millionen Euro niedriger gewesen.

Kapitalerträge und -aufwendungen der ersten Halbjahre seit 2014 (Daten: FMA, Grafik: Lampert)
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