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Makler: Geschäftsentwicklung 2024 und Erwartungen 2025

14.3.2025 – Die Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten konnten ihren Umsatz 2024 im Schnitt nominell um 9,5 Prozent steigern, real um 5,2 Prozent. Das geht aus dem neuen „Konjunkturbericht“ der Sparte IC hervor. Anfang 2024 wurde die Auftragslage auf der Schulnotenskala mit 1,9 bewertet und damit besser als ein Jahr zuvor. Für heuer erwartet die Branche 8,3 Prozent nominelles Umsatzplus.

Konjunkturbericht 2025 (Cover; Quelle: Sparte IC)
Der neue „Konjunkturbericht 2025“
(Cover; Quelle: Sparte IC)

Die KMU Forschung Austria erstellt jährlich für die Sparte Information und Consulting in der Wirtschaftskammer Österreich den „Konjunkturbericht“.

Die nun erschienene neueste Auflage mit Daten zum Jahr 2024 stützt sich auf Meldungen von mehr als 3.800 Unternehmen.

Insgesamt zählte die Sparte Ende letzten Jahres 125.180 Unternehmen, die im Jahresschnitt nach vorläufigen Daten geschätzt rund 271.800 unselbstständig Beschäftigte hatten.

Bei Maklern konstante Anzahl Beschäftigter

Der Bericht weist diverse Kennzahlen gesondert nach Fachverbänden aus und damit auch zu jenem der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten, dessen neun Fachgruppen zum Jahresende 3.969 aktive Mitglieder hatten.

Laut Konjunkturbericht gab es in den Unternehmen der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten im Jahresschnitt 2024 insgesamt, ebenfalls nach geschätzten vorläufigen Daten, rund 7.700 unselbstständig Beschäftigte – eine im Vergleich mit 2023 konstante Zahl (+0,9 Prozent).

Umsatz: nominell +9,5 und real +5,2 Prozent

Der nominelle Umsatz im Segment der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten entwickelte sich mit durchschnittlich +9,5 Prozent weiter positiv, stärker noch als 2023 (+6,0 Prozent) und 2022 (+5,3 Prozent).

Real blieben durchschnittlich 5,2 Prozent Zuwachs übrig (2023: +0,5 Prozent; 2022: +1,3 Prozent).

Investitionen und Bildungsausgaben

Die Investitionsquote, also der Teil des Gesamtumsatzes, der in Investitionen floss, belief sich auf durchschnittlich 5,6 Prozent und lag damit über dem Wert des Vorjahres (2023: 4,4 Prozent; 2022: 5,5 Prozent).

Für die Aus- und Weiterbildung gaben die Branchenunternehmen 2024 im Schnitt 1,1 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Das entspricht etwa dem Niveau der letzten beiden Jahre (2023: 1,2 Prozent; 2022: 1,0 Prozent).

Aktuelle Auftragslage: „Schulnote“ 1,9

Die aktuelle Auftragslage bewertete die Versicherungsmaklerbranche zum Jahresbeginn 2025 auf der Schulnotenskala mit dem Wert 1,9. Das ist eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (damals 2,3) und eine Rückkehr zum Wert von Anfang 2023.

Im Vergleich mit den acht anderen ausgewiesenen Fachverbänden ist es überdies die beste Note. Der Schnitt der gesamten Sparte ist 2,5.

Umsatzerwartung 2025 und geplante Investitionen

Die Umsatzerwartungen der Maklerschaft bleiben positiv: Die Branche erwartet für heuer ein nominelles Wachstum von 8,3 Prozent. Das übertrifft leicht die Erwartungen, die ein Jahr zuvor für 2024 geäußert wurden (+7,1 Prozent).

Was Investitionen im laufenden Jahr angeht, wird laut dem Bericht eine Steigerung um 8,9 Prozent angepeilt. Das ist ein höherer Wert als der, den man sich er ein Jahr zuvor für 2024 vorgenommen hatte (+5,8 Prozent).

Bedeutendste Herausforderungen

Die Teilnehmer wurden auch gebeten anzugeben, worin sie die „bedeutendsten Herausforderungen“ für ihr Unternehmen in den nächsten ein bis zwei Jahren sehen, Mehrfachnennungen waren möglich.

Die Ergebnisse sind im Bericht für die Sparte insgesamt angegeben. An vorderster Stelle stehen „Steuern und Abgaben (67 Prozent), „Bürokratie und Verwaltung“ (63 Prozent) und schwache Kundennachfrage (62 Prozent). Weitere häufig genannte Aspekte sind Wettbewerbsintensität (53 Prozent) und Arbeitskosten (52 Prozent).

Je nach Fachverband zeigten sich laut dem Bericht deutliche Unterschiede. So heißt es etwa: „Unter den Versicherungsmaklern und Beratern in Versicherungsangelegenheiten ist der Anteil der Betriebe, die sich durch digitale Transformation (57 %) und Cybersicherheit (56 %) in ihrer Geschäftstätigkeit beeinträchtigt fühlen, überdurchschnittlich hoch.“

An vorderster Stelle stehen in der Maklerschaft „Bürokratie und Verwaltung“ (88 Prozent) und „Steuern und Abgaben“ (71 Prozent).

Zum Herunterladen

Der gesamte „Konjunkturbericht 2025“ kann von der Website der Sparte Information und Consulting als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

Eine eigene, detailliertere Auswertung für die Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten ist, ebenfalls im PDF-Format, auf der Website des Fachverbandes abrufbar.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Ausbildung · Geschäftsbericht  · Konjunktur · Steuern · Versicherungsmakler
 
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