29.4.2026 – Die Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten verzeichneten 2025 im Schnitt ein nominelles Umsatzplus von 7,0 Prozent, real betrug es 4,2 Prozent. Diese Zahlen liefert der „Konjunkturbericht 2026“ der Sparte Information und Consulting. Die Auftragslage wurde Anfang 2026 mit der Schulnote 2,2 bewertet, die Umsatzerwartungen für heuer sind positiv.

Der jüngste „Konjunkturbericht“ – jährlich von der KMU Forschung Austria für die Sparte Information und Consulting (IC) in der Wirtschaftskammer Österreich erstellt – basiert in seiner 2026er-Ausgabe auf Meldungen von 4.261 Betrieben mit rund 19.800 Beschäftigten.
Insgesamt zählte die Sparte IC Ende letzten Jahres 129.080 Unternehmen, die im Jahresschnitt nach vorläufigen Daten geschätzt rund 279.100 unselbstständig Beschäftigte hatten.
Die Branchenanalyse weist die diversen Kennzahlen gesondert nach Fachverbänden aus – und damit auch zu jenem der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten, dessen neun Fachgruppen zum Jahresende 3.935 aktive Fachgruppenmitglieder hatten (VJ 6.2.2026).
Bei den Versicherungsmaklern betrug die Anzahl der unselbstständig Beschäftigten im Jahresdurchschnitt geschätzt rund 8.000. Das ist laut Bericht ein Plus von 2,2 Prozent gegenüber 2024.
Der nominelle Umsatz im Segment der Versicherungsmakler wuchs durchschnittlich um 7,0 Prozent. Die Steigerung liegt damit zwar unter jener von 2024 (+9,5 Prozent), aber über jener von 2023 (+6,0 Prozent) und 2022 (+5,3 Prozent).
Real ergab sich für die Versicherungsmakler im Schnitt ein Plus von 4,2 Prozent. Hier gilt dasselbe wie beim nominellen Umsatz: Die Zunahme blieb unter dem Vorjahreswert (+5,2 Prozent), aber über jenem der Jahre 2023 (+0,5 Prozent) und 2022 (+1,3 Prozent).
Die Investitionsquote, also der Teil des Gesamtumsatzes, der für Investitionen aufgewandt wurde, pendelt langfristig um die Fünf-Prozent-Marke. 2025 lag sie mit 4,6 Prozent wieder etwas darunter (2024: 5,6 Prozent; 2023: 4,4 Prozent; 2022: 5,5 Prozent).
Für die Aus- und Weiterbildung gaben die Branchenunternehmen 2025 im Schnitt 1,2 Prozent des Gesamtumsatzes aus – ein über die Jahre relativ konstanter Wert (2024: 1,1 Prozent; 2023: 1,2 Prozent; 2022: 1,0 Prozent).
Die aktuelle Auftragslage bewerteten die Versicherungsmakler zum Jahresbeginn 2026 auf der Schulnotenskala im Schnitt mit dem Wert 2,2. Das ist zwar ein etwas schlechterer Wert als Anfang 2025 (1,9) – aber eben nach wie vor „gut“. Zum weiteren Vergleich: Anfang 2024 war es eine 2,3 und 2023 eine 1,9.
Die Umsatzerwartungen der Maklerschaft bleiben – mit etwas mehr Zurückhaltung als ein Jahr zuvor – positiv: Die Branche erwartet für heuer ein nominelles Wachstum von 4,4 Prozent. Ein Jahr zuvor waren für 2025 +8,3 Prozent erwartet worden, Anfang 2024 für das damalige Geschäftsjahr +7,1 Prozent.
Die Teilnehmer wurden auch gebeten anzugeben, worin sie die „bedeutendsten Herausforderungen“ für ihr Unternehmen in den nächsten ein bis zwei Jahren sehen, Mehrfachnennungen waren möglich. Die Ergebnisse beziehen sich bei dieser Frage auf die gesamte Sparte Information und Consulting.
An vorderster Stelle stehen nach wie vor Steuern und Abgaben (68 Prozent; 2025: 67 Prozent), danach folgen „schwache Kundennachfrage“ (unverändert 62 Prozent) sowie „Bürokratie und Verwaltung“ (62 Prozent; 2025: 63 Prozent).
Speziell in Bezug auf Versicherungsmakler hebt der Bericht hervor, dass 64 Prozent (IC-Schnitt: 54 Prozent) die Wettbewerbsintensität als herausfordernd empfinden. Auch die Anteile jener, für die die digitale Transformation (62 Prozent; IC-Schnitt: 47 Prozent) und Cybersicherheit (59 Prozent; IC-Schnitt: 43 Prozent) eine Herausforderung darstellen, sei überdurchschnittlich hoch.
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