Roland Rechtsschutz sieht Kurswechsel bestätigt

10.1.2019 – Roland Rechtsschutz konnte in Österreich bei einem leichten Bestandswachstum 2018 vor allem im Zielsegment „Führungskräfte und Manager“ Zuwächse verzeichnen. Rückläufig waren die Schadenszahlungen, was zu einem deutlich gesunkenen Schadenssatz führte. Österreich-Chef Martin Moshammer sieht darin eine Bestätigung des Anfang 2016 eingeleiteten Kurswechsels.

Roland-Österreich-Chef Martin Moshammer (Bild: Roland)
Roland-Österreich-Chef Martin
Moshammer (Bild: Roland)

„Trotz aktiver Portefeuillesteuerung“ habe sich der Gesamtprämienbestand im abgelaufenen Jahr auf 21,8 Millionen Euro (Vorjahr: 21,7 Millionen) erhöht, meldet die Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG in Österreich.

Im Gewerbe- und Individualgeschäft konnte ein Zuwachs von 14,8 auf 15,5 Millionen Euro erzielt werden. Knapp zehn Prozent Steigerung seien im „Zielsegment Führungskräfte und Manager“ verzeichnet worden; absolute Zahlen werden dazu nicht bekannt gegeben.

Das Prämienvolumen des polizzierten Neugeschäfts betrug rund 1,3 Millionen Euro. Im Jahr davor war es bei 1,5 Millionen Euro gelegen.

Rückgang bei Schäden

Die Schadenszahlungen seien mit 9,0 Millionen Euro auf den niedrigsten Stand seit 2011 gesunken, so Roland in einer Mitteilung. Der Schadenssatz konnte von 44,5 auf 41,3 Prozent verbessert werden und habe damit den niedrigsten Wert der vergangenen elf Jahre erreicht.

Die Zahl der Schadensmeldungen ging um 13 Prozent auf 10.605 zurück (Vorjahr: 12.128). Das Stornovolumen reduzierte sich von 2,0 Millionen Euro im Jahr 2017 auf nunmehr 1,7 Millionen.

Ergebniszahlen werden nur auf Konzernebene, nicht aber auf Ebene der Niederlassung Österreich ausgewiesen, so Roland auf Nachfrage zum VersicherungsJournal.

Neupositionierung

Das überdurchschnittliche Wachstum im Zielmarkt und die stabile Entwicklung des Gesamtbestands würden zeigen, dass der Anfang 2016 eingeleitete Kurswechsel (VersicherungsJournal 20.1.2016, 31.3.2017) sich als richtig erwiesen habe, sagt Martin Moshammer, Hauptbevollmächtigter von Roland Österreich.

Die Zahl der Mitarbeiter in Wien stieg per Jahresende auf 32, nachdem noch im Jänner des Vorjahres (VersicherungsJournal 26.1.2018) eine Zunahme auf 30 Personen prognostiziert worden war. Das Unternehmen habe sich insbesondere im Underwriting und im Vertrieb personell verstärkt, heißt es nun.

2019 soll auch das bereits im Vorjahr angekündigte neue IT-System eingeführt werden. Es werde dazu beitragen, die Marktanteile im Gewerbe- und Individualgeschäft „deutlich“ zu erhöhen und den Servicelevel in der Bestandsverwaltung zu verbessern, so der Versicherer.

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Kundenverwaltung · Mitarbeiter · Rechtsschutz · Strategie
 
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