16.3.2026 – Die verrechneten Prämien der Uniqa Group stiegen 2025 um 8,2 Prozent auf 8,36 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Steuern legte um knapp 17 Prozent auf 516,4 Millionen Euro zu, das Konzernergebnis wuchs um mehr als 22 Prozent. Die Combined Ratio verbesserte sich weiter auf 91,7 Prozent. Geholfen hat auch das weitgehende Ausbleiben von Naturkatastrophen. Der Vorstand will die Dividende auf 0,72 Euro je Aktie erhöhen. Als immer zentraler werdendes Thema sieht die Uniqa die Gesundheitsvorsorge.

Das Geschäftsjahr 2025 hat der Uniqa Insurance Group weiteres Wachstum beschert. Alle Kundensegmente und Regionen hätten zum starken Ergebnis beigetragen, erklärte Vorstandschef Andreas Brandstetter bei der Präsentation der vorläufigen Zahlen am vergangenen Freitag Wien.
Die Kombination aus einem stabilen, aber natürlich gesättigten Heimmarkt Österreich und wachstumsstarken Märkten in Mittel- und Osteuropa erweise sich erneut als strategischer Vorteil.
Österreich bleibe das stabile Fundament des Konzerns, während die Länder in Zentral- und Osteuropa der wichtigste Wachstumsmotor blieben.
Dort wachse die Wirtschaft weiterhin nicht nur dynamischer als in der Eurozone, zuletzt auch stärker als in den klassischen Tigerstaaten Asiens, wie Brandstetter betonte. Polen wurde in diesem Zusammenhang mehrfach positiv hervorgehoben.
Insgesamt erhöhte die heimische Assekuranz die verrechneten Prämien 2025 um 8,2 Prozent auf 8,35 Milliarden Euro. Wachstum kam aus allen Sparten, besonders aus der Schaden- und Unfallversicherung mit einem Plus von zehn Prozent. Auch die Krankenversicherung legte mit 6,3 Prozent deutlich zu. Die Lebensversicherung wuchs um 5,1 Prozent.
Regional zeigt sich ein klares Bild: In Österreich stiegen die Prämien um 4,8 Prozent, im internationalen Geschäft sogar um 9,8 Prozent. Der Versicherungsumsatz nach IFRS 17 erhöhte sich konzernweit um 8,5 Prozent auf 7,12 Milliarden Euro.
Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich deutlich auf 710,8 Millionen Euro, nach 560,5 Millionen Euro im Jahr zuvor. Gleichzeitig stieg das Kapitalanlageergebnis aufgrund höherer laufender Erträge auf knapp 799 Millionen Euro.
Einen wichtigen Beitrag zur Ergebnissteigerung leistete die weiter verbesserte Combined Ratio. Die Schaden-Kosten-Quote nach Rückversicherung sank auf 91,7 Prozent, nach 93,1 Prozent im Vorjahr.
Neben effizienteren Strukturen profitierte der Konzern davon, dass größere Naturkatastrophen weitgehend ausblieben. Insgesamt stiegen die versicherungstechnischen Aufwendungen zwar um 6,4 Prozent, allerdings deutlich langsamer als die Einnahmen.
Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich dadurch um 16,9 Prozent auf 516,4 Millionen Euro. Noch stärker legte das Konzernergebnis zu: Es stieg um 22,2 Prozent auf 424,8 Millionen Euro. Der Return on Equity verbesserte sich von 12,4 auf 14,3 Prozent.
Auch die Kapitalbasis entwickelte sich positiv. Die Solvency-II-Quote lag zum Jahresende bei rund 275 Prozent und damit weiterhin deutlich über den regulatorischen Anforderungen.
| Kennzahl | Betrag | Veränderung |
|---|---|---|
| Quelle: Uniqa | ||
| Prämien Schaden/Unfall | 5,0 Mrd. Euro | +10 % |
| Prämien Lebensversicherung | 1,7 Mrd. Euro | +5,1 % |
| Prämien Krankenversicherung | 1,6 Mrd. Euro | +6,3 % |
| Prämien gesamt | 8,4 Mrd. Euro | +8,2 % |
| Ergebnis vor Steuern | 516 Mio. Euro | +16,9 % |
| Schaden-Kosten-Quote | 91,7 % | 2024: 93,1 % |
Vom starken Geschäftsjahr sollen auch die Aktionäre profitieren. Der Vorstand will der Hauptversammlung im Juni eine um 20 Prozent erhöhte Dividende von 0,72 Euro je Aktie vorschlagen, nach 0,60 Euro für das Vorjahr.
Für das laufende Geschäftsjahr bleibt der Ausblick grundsätzlich positiv, auch wenn geopolitische Risiken und mögliche Naturkatastrophen Unsicherheitsfaktoren darstellen, wie betont wird.
Unter normalen Rahmenbedingungen erwartet der Konzern für 2026 ein Ergebnis vor Steuern zwischen 540 und 570 Millionen Euro. Uniqa erwartet weiterhin ein Prämienwachstum über dem jeweiligen Wirtschaftswachstum.
Nach Angaben des Managements ist der Konzern mit seinem Strategieprogramm „Uniqa 3.0 – Growing Impact 2025–2028“ schneller vorangekommen als geplant. Aufgrund der starken Entwicklung hat Uniqa bereits Ende des vergangenen Jahres ihre finanziellen Ziele angehoben.
Wachstumstreiber bleibt insbesondere die Schaden- und Unfallversicherung, während im Heimmarkt Österreich vor allem die Krankenversicherung weiter ausgebaut werden soll. Uniqa will hier ihre Marktführerschaft festigen und verstärkt auf neue Gesundheitslösungen setzen.
So will man den Bereich rund um das Thema Gesundheitsvorsorge in den kommenden Jahren sowohl im Inland, aber vor allem auch im boomenden Ausland ausbauen – mit Angeboten wie Telemedizin, betrieblicher Gesundheitsvorsorge und vielem mehr.
Nach dem Motto „Gesundheit ist die neue Altersvorsorge“, sieht CEO Brandstetter hier die ganz große Zukunft.
Klaus Schweinegger
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