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Absicherung und Kosten: Die Urlaubsplanung der Österreicher

16.6.2026 – Sicherheitslage und Kostenanstieg sind laut Umfragen bestimmende Faktoren für die Urlaubsplanung vieler Österreicher. Wichtig bleibt der Urlaub trotz allem, man spart lieber, als dass man gänzlich darauf verzichtet. Knapp die Hälfte hat für ihren Urlaub bereits eine Versicherung abgeschlossen; ähnlich viele wollen darauf verzichten, der Rest ist noch unschlüssig.

Reisegepäck (Bild: Marissa Grootes/Unsplash)
Bild: Marissa Grootes/Unsplash

Zwei Drittel (64 Prozent) der Österreicher planen laut den am Montag veröffentlichten Ergebnissen einer Umfrage der Santander Bank heuer sicher oder wahrscheinlich eine mehrtägige Urlaubsreise.

„Urlaub hat für viele Menschen nach wie vor einen hohen Stellenwert“, sagt Olaf Peter Poenisch, CEO von Santander Österreich. „Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass steigende Lebenshaltungskosten die privaten Urlaubsbudgets zunehmend belasten.“

Für das „Finanzbarometer“ hat das Institut für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) vom 21. bis 26. Mai 1.034 Personen befragt, die maximale statistische Schwankungsbreite gibt Santander mit ±3,0 Prozent an.

Sicherheit und Preise beeinflussen Urlaubsplanung stark

Für 44 Prozent der Reisewilligen beeinflussen laut Santander aktuelle wirtschaftliche und internationale Krisen die Urlaubsplanung stark; unter Frauen (54 Prozent) ist das häufiger der Fall als unter Männern (35 Prozent). Von jenen, die einen Urlaub planen, nannten

  • 48 Prozent internationale Konflikte und die Sicherheitslage,
  • 47 Prozent hohe Preise für Unterkünfte und Reisen,
  • 36 Prozent hohe Energie- und Treibstoffpreise und
  • 34 Prozent die persönliche finanzielle Situation (34 Prozent)

als wichtigste Einflussfaktoren ihrer Urlaubsplanung.

Kosten für Unterkünfte und Reisen seien besonders bei 30- bis 50-Jährigen ein Faktor (62 Prozent) – „vermutlich auch deshalb, weil in dieser Altersgruppe viele Familien mit Kindern vertreten sind“, kommentiert Santander.

Sparen beim Urlaubsbudget

Ebenfalls am Montag hat die Unternehmensberatung Deloitte ihren „Summer Survey“ veröffentlicht, der auf den Antworten von rund 510 im Mai befragten Personen basiert. Auch er besagt: Sieben von zehn Österreichern wollen heuer im Sommer verreisen. Knapp ein Drittel will das sogar mehrmals tun.

„Gleichzeitig wird deutlich, dass die Teuerung Spuren hinterlassen hat. Das durchschnittliche Reisebudget liegt heuer bei rund 1.300 Euro pro Person und damit um 200 Euro unter dem Vorjahreswert“, sagt Orsolya Hegedüs, Partnerin bei Deloitte Österreich.

Statt auf den Sommerurlaub zu verzichten, werde eher mit gezielten Einsparungen reagiert, berichtet Deloitte. Hegedüs: „Jede fünfte Person plant, vor Ort weniger Geld auszugeben. Andere achten verstärkt auf Rabatte und Sonderangebote, wählen günstigere Reiseziele oder verkürzen ihren Aufenthalt.“

Auch bei der Wahl des Reiseziels zeige sich Zurückhaltung: Fast drei Viertel der Urlauber verbringen ihren Sommerurlaub in Europa. 37 Prozent bleiben in Österreich. Fernreisen spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Krisen verändern das Reiseverhalten

Abseits der Finanzen beeinflussen geopolitische Entwicklungen das Reiseverhalten zunehmend, heißt es auch von Deloitte. Mehr als die Hälfte gebe an, ihre Reise aufgrund aktueller Krisen angepasst zu haben.

„Viele bevorzugen deshalb Reiseziele innerhalb Europas, meiden bestimmte Regionen oder verfolgen die Sicherheitslage vor Reiseantritt deutlich genauer als in der Vergangenheit“, so Deloitte.

Auch hohe Treibstoffpreise beeinflussen die Planung: Sieben von zehn Befragten berücksichtigen dies in der Urlaubsplanung.

Knapp die Hälfte hat eine Reiseversicherung für den Sommer 2026

32 Prozent der Urlauber haben laut Umfrage für den diesjährigen Sommerurlaub eine Reise- oder Stornoversicherung abgeschlossen oder haben eine Jahresversicherung. Weitere 11 Prozent gaben an, für gewöhnlich keine Versicherung abzuschließen, für diesen Sommer aber sehr wohl.

„Der Sommerurlaub ist heute nicht mehr nur eine Budgetfrage. Sicherheit entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden Faktor bei der Wahl des Reiseziels“, sagt Harald Breit, CEO von Deloitte Österreich. „Wer verreist, plant flexibler, informiert sich intensiver und sichert sich bewusster gegen Risiken ab.“

Allerdings gibt es umgekehrt auch noch einen großen Teil, der unschlüssig ist oder auf Absicherung verzichtet.

Denn 33 Prozent haben keine Versicherung abgeschlossen und tun das nach eigenen Angaben auch sonst für gewöhnlich nicht. 9 Prozent sagten: Für gewöhnlich schließen sie eine ab, heuer aber nicht. Die übrigen 16 Prozent haben sich noch nicht entschieden, ob sie eine Versicherung abschließen oder nicht.

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Marktforschung · Reiseversicherung
 
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