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SVS startet Vorsorgepass

21.5.2026 – Mit Bonus-Auszahlungen und einem „Statusprogramm“, das den Vorsorgefortschritt anzeigt, will die SVS die Inanspruchnahme gesundheitlicher Vorsorgemaßnahmen fördern. Zentrales Instrument dafür ist der „Vorsorgepass“.

Vorstellung des Vorsorgepasses (Bild: SVS/Barbara Wirl)
Stellten am Mittwoch in den Räumlichkeiten der SVS in Wien den Vorsorgepass vor (v.l.n.r.): Prof. Paul Sevelda (Präsident der Österreichischen Krebshilfe), Birgit Vetter-Scheidl (Präsidentin Zahnärztekammer), SVS-Obmann Peter Lehner, Isabella Bauer-Rupp (Leitende Ärztin der SVS), Edgar Wutscher (Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und Obmann der Bundeskurie der niedergelassenen Ärzte) (Bild: SVS/Barbara Wirl)

Regelmäßig Vorsorgemaßnahmen absolvieren, damit Punkte sammeln und einen finanziellen Bonus erhalten. Das ist das Prinzip, das dem „Vorsorgepass“ zugrunde liegt, den die Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) gestartet hat.

Der Pass soll 1,3 Millionen Versicherte zu Präventionsmaßnahmen anspornen. Für die SVS ist er damit „die größte Vorsorgeaktion Österreichs“. Er gilt für alle, die bei der SVS krankenversichert sind, und die mitversicherten Angehörigen.

„Wir bieten das Angebot, schaffen einen neuen, starken Anreiz und möchten so die Akzeptanz und die Nutzung erhöhen“, sagte SVS-Obmann Peter Lehner Mittwochvormittag bei der Vorstellung des neuen Programms.

Die berücksichtigten Vorsorgemaßnahmen

Zum Start des Programms berücksichtigt der Vorsorgepass die folgenden Maßnahmen:

  • Vorsorgeuntersuchung für alle ab 18 Jahren
  • Gesundheitscheck Junior: die „Vorsorgeuntersuchung“ für die junge Generation zwischen 6 und 18 Jahren
  • Krebsvorsorgeuntersuchungen: Gebärmutterhalskrebs für Frauen ab 18, Brustkrebsfrüherkennung für Frauen ab 45, Prostatakrebsvorsorge für Männer ab 45 und Darmkrebsvorsorge für Frauen und Männer ab 45
  • Impfungen: jährliche Grippeimpfungen für alle Generationen, Herpes Zoster und Pneumokokken ab 60 Jahre
  • Jährliche Mundhygiene

Automatische Eintragung im Vorsorgepass

Die einzelnen Maßnahmen werden laut SVS automatisch auf Basis der Leistungsabrechnung des Arztes gutgeschrieben. Nachweise für die Maßnahmen müsse man daher nicht gesondert einreichen.

Der SVS-Vorsorgepass ist in der „svsGO“-App oder online im Webportal abrufbar. Berücksichtigt werden alle Vorsorgeaktivitäten seit Anfang 2026.

Finanzielle Belohnung für absolvierte Maßnahmen

SVS-Versicherte erhalten für jede einzelne absolvierte Maßnahme Punkte. Diese werden in einen Bonus umgewandelt, den sich der Versicherte jederzeit auszahlen lassen kann. 500 Punke werden zu 50 Euro, 1.000 Punkte zu 100 Euro usw.

Die Auszahlung könne in der „svsGO“-App und im Webportal mit Klick auf den Button „Auszahlung“ erfolgen „beziehungsweise über die Kundencenter und Beratungstage“, erläutert die SVS.

„Wir haben ein Budget von 50 Millionen Euro jährlich für die Bonus-Auszahlungen vorgesehen", sagt Lehner. „Ziel ist, die Vorsorgemaßnahmen um 10 Prozent jährlich zu steigern.“

Gold, Silber, Bronze

Neben dem Bonussystem gibt es ein „Statusprogramm“:

  • Bronze-Status erreicht man mit dem Absolvieren der Vorsorgeuntersuchung.
  • Silber-Status gibt es für die Hälfte aller zusätzlichen Vorsorgemaßnahmen.
  • Gold-Status steht für das Absolvieren des kompletten Programms.

Indem er den Vorsorge-Fortschritt anzeigt, soll auch dieser „Status“ zum Vorsorgen animieren.

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Gesundheitsreform · Sozialversicherung
 
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