Versicherungsvertragsrecht für die Praxis aufbereitet

8.7.2019 – Das neue Buch zum Versicherungsvertragsrecht bietet eine systematische Abhandlung aller relevanten Begriffe und Fragestellungen. Zielgruppe sind in erster Linie Praktiker.

Neu im Linde Verlag: der erste Band Praxishandbuch Versicherungsvertragsrecht (Cover: Linde)
Neu im Linde Verlag: Praxishandbuch
Versicherungsvertragsrecht
(Cover: Linde)

Lange bezog sich die österreichische Rechtsprechung in Fragen des Privatversicherungsrechts auf bundesdeutsche Literatur. Infolge einer Novelle divergierte deren Gesetzgebung seit 2008 von der hiesigen, was einen Bedarf an eigener Literatur schuf.

Daher der Anlass für dieses Buch: Es eröffnet als erster Band eine Reihe mit dem Ziel, durch systematische Darstellungen, illustriert mit Fallbeispielen und Praxisbezügen, die Lücke zwischen „großen VersVG-Kommentaren und den Praxisreihen“ zu schließen, so der Klappentext.

Gedacht ist es weniger für Rechtswissenschaftler als für die Praxis: Rechtsanwälte und Richter zählen ebenso zur Zielgruppe wie Versicherungsvermittler und
-referenten. Um jedem Maß an Vorwissen gerecht zu werden, ist das Werk auch mit einem umfangreichen Abkürzungsverzeichnis ausgestattet.

Dieser erste Band trennt sich, wie dem Untertitel „Allgemeiner Teil und Schadensversicherung“ zu entnehmen, in zwei große Teile, wobei letzterer sich weiter aufspalten lässt in Sachversicherung, Haftpflichtversicherung sowie Rechtsschutzversicherung – allesamt Dauerbrenner in Sachen Streitfragen, was die angebotene Information umso aktueller macht.

Der Inhalt: 800 Seiten Versicherung

Den mit Abstand größten Teil des Buches macht der „Allgemeine Teil“ aus. Hier werden alle Aspekte von Versicherungsverträgen beleuchtet: Zustandekommen, Rechte und Pflichten des Versicherungsnehmers und des Versicherers, Rücktrittsrechte, Prämien und vieles Weiteres.

Geltendes österreichisches, selten auch EU-Recht wird benannt und ausgelegt, ergänzt mit reichhaltigen Verweisen auf weitere Literatur. Die Fragestellungen werden dabei in benutzerfreundliche mundgerechte Happen von maximal einer Seite an Länge unterteilt.

Klare begriffliche Bestimmungen machen auch den zweiten Teil aus, der unter anderem eine klare Beschreibung der drei Versicherungstypen liefert. Die Sachversicherung macht dabei den größten Teil aus: Auf hundert Seiten werden allein die verschiedenen Sparten abgehandelt.

Umfang, Ausschluss, Abgrenzung, Leistungen: Das Werk legt das genaue Wesen der behandelten Versicherungen dar. Dabei liegt natürlich ein Augenmerk auf Streitfragen wie Fahrlässigkeit, Leistungsfreiheit, Wahlrecht des Versicherungsnehmers und weiteren typischen Klagsgründen.

Fünf Autoren

Um dem breiten Umfang des Buchs gerecht zu werden, schrieben fünf Autoren daran. Jeder Einzelne hat dabei einen Hintergrund in Versicherungsnähe. In alphabetischer Reihenfolge:

  • Walter Kath. Momentan Stabstellenleiter der Zürich Versicherungen zum Thema Recht, ist er als Autor sowie als Lektor an zwei Universitäten mit Versicherungsrecht vertraut.
  • Franz Kronsteiner. Ehemaliges Vorstandsmitglied der D.A.S.. Als Ausschussleiter der Rechtsschutzsektion des VVO war er Mitentwickler der Rechtsgrundlagen zur Rechtsschutzversicherung.
  • Gerhard Kunisch. Leiter der Rechtsabteilung der GraWe in Graz, im VVO als Vorsitzender eines Unterausschusses mit Sachversicherungen befasst, darüber hinaus seit vielen Jahren Lehrbeauftragter an zwei Universitäten.
  • Wolfgang Reisinger. War Abteilungsleiter bei der Wiener Städtischen Versicherung, ist derzeit als Universitätslektor und Seminarvortragender sowie als Konsulent aktiv.
  • Felix Wieser. Seit vielen Jahren in der Versicherungswirtschaft tätig, Autor und Lehrbeauftragter.

Das Buch

Kath, Kronsteiner, Kunisch, Reisinger, Wieser:
Praxishandbuch Versicherungsvertragsrecht
Band 1: Allgemeiner Teil und Schadensversicherung

  • 1. Auflage 2019, Linde Verlag Ges.m.b.H., Wien
  • 896 Seiten
  • ISBN 978-3-7073-3190-5
  • Preis: 178,– Euro
  • Produktseite beim Verlag mit Bestellmöglichkeit
 
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