Genannte Ziele sind ein Witz

28.1.2026 – Die vom Fachverbandsobmann der WKO genannten 3 Ziele sind aus Sicht der enttäuschten Pensionskassenberechtigten der ersten Stunde geradezu lächerlich.

1. Die Forderung zum Ausbau der 2. Säule speziell in Verbindung mit den Vorsorgekassen soll vor allem den Pensionskassen dienen. Man bekommt den Eindruck, dass der Obmann mit den Pensionskassen eine größere Basis an „Spielkapital“ anstrebt. Die Pensionskassen tragen kein Risiko, dieses ist seit Wegfall der Mindestertragsgarantie ganz allein bei den Berechtigten.

2. Zu den Maßnahmen der Performanceverbesserung gibt es keine konkreten Hinweise. Der Fachverbandsobmann spricht stets von guten Ergebnissen. Die durchschnittliche Rendite von 4,88 % für das Jahr 2025 ist äußerst mager, wenn man die Entwicklung der internationalen Kapitalmärkte heranzieht. Auch bei den 2,5 % Kosten ist Vorsicht geboten. In Österreich sind die Pensionskassen mit diversen Finanzinstituten eng verwoben, und die Veranlagungen werden von Letzteren besorgt. Ankaufsprovisionen werden mit den Veranlagungen kapitalisiert und sind auch Ergebnis der schlechten Performancerechnung. Allein die verrechneten Verwaltungskosten sind in Österreich deutlich höher als etwa im Nachbarland Deutschland. Statistiken müsste man schon richtig interpretieren!

3. Die steuerlichen Erleichterungsziele, welche der Fachverbandsobmann anschneidet, stellt er selbst als „wenig realistisch“ dar. Diese Aussage ist wirklich richtig und wahrheitsgetreu.

Für Pensionsberechtigte der ersten Stunde mit einem Rechnungszinsfuß von 6 1/2 % bedeutet das magere Pensionskassenergebnis wieder eine Pensionskürzung von 3 % zum 1. Jänner 2026.

Werner Lenzhofer

wlenzhofer@gmx.at

zum Artikel: „Pensions- und Vorsorgekassen: Drei Ziele für die Branche”.

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