19.5.2026 – 47.041 Personen wurden 2025 im österreichischen Straßenverkehr verletzt, so viele, wie seit 2017 nicht. 403 Menschen starben. Die Statistik Austria spricht von auffallend vielen Verkehrsunfällen mit Kindern, E-Bikes und E-Scootern.

Die Anzahl der bei Unfällen im Straßenverkehr Verletzten hat 2025 den höchsten Stand seit 2017 erreicht, teilt die Statistik Austria mit.
47.041 Personen wurden verletzt, 403 starben. Gegenüber 2024 gab es um 2,3 Prozent mehr Verletzte und sogar um 14,8 Prozent mehr Todesfälle.
Die Anzahl der Unfälle stieg im Jahresvergleich um 1,9 Prozent auf 37.825. Gegenüber 2023 war sie um 5,6 Prozent höher.
„Seit dem historischen Tiefstand im Corona-Jahr 2020 steigt die Zahl der Verkehrsunfälle sowie jene der dabei verletzten Personen kontinuierlich an“, stellt Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin der Statistik Austria, fest.
„Im Durchschnitt wurden täglich 22 Personen schwer verletzt, das ist der höchste Wert in den vergangenen 13 Jahren“, so Lenk weiter.
Als schwer verletzt gilt man, wenn „eine länger als 24 Tage andauernde Gesundheitsschädigung oder Berufsunfähigkeit oder eine an sich schwere Verletzung“ gemäß § 84 StGB vorliegt.
Maßgeblich für die größere Anzahl der Verletzten war, dass 2025 deutlich mehr E-Scooter- und E-Bike-Fahrer zu Schaden kamen als 2024.
Bei den E-Bike-Fahrern kam es zu einer Steigerung um 16,8 Prozent auf 3.154 Verletzte; die Anzahl der tödlich verunglückten Lenker erhöhte sich von 20 auf 32.
Stark zugenommen hat mit +24,0 Prozent die Anzahl der verletzten E-Scooter-Fahrer; sie stieg auf 3.154 Personen. 25 Prozent davon waren Kinder (0−14 Jahre); besonders die Zunahme an Verletzten bei den 10- bis 14-Jährigen auf 606 (+85 Prozent) sei groß gewesen, berichtet die Statistik Austria.
Die Anzahl der verunglückten Kinder war so hoch wie seit 2007 nicht mehr, sagt Lenk. Alle Verkehrsarten zusammengenommen wurden 3.551 Kinder verletzt (+15,7 Prozent), acht Kinder starben. Auch für diese Zunahme seien E-Scooter-Unfälle eine Ursache gewesen.
Der Großteil der Kinder verunglückte als Pkw-Mitfahrer (31 Prozent), mit dem Fahrrad (22 Prozent) oder dem E-Scooter (18 Prozent).
Mehr als die Hälfte (59 Prozent) der verunglückten Kinder, die mit einem Rad unterwegs waren, trugen zum Unfallzeitpunkt einen Helm, bei den E-Scooter-Fahrern nur 18 Prozent.
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