18.5.2026 – Rund 600 Millionen Euro sind 2025 aus dem Katastrophenfonds ausgezahlt worden, überwiegend für Prävention. Knapp über 80 Millionen Euro waren Mittel nach dem Hagelversicherungs-Förderungsgesetz.

Im vergangenen Jahr sind 678,8 Millionen Euro in den Katastrophenfonds geflossen – ein um 3,31 Prozent größerer Betrag als 2024 (657,1 Millionen Euro).
Dem standen Auszahlungen in Höhe von 595,2 Millionen Euro gegenüber, um 10,82 Prozent weniger als 2024 (667,5 Millionen Euro).
Die Rücklage hatte Ende 2025 den maximal zulässigen Wert von 30,0 Millionen Euro (Ende 2024: 19,6 Millionen Euro.
Dies geht aus einem Bericht des Finanzministers hervor, den der Finanzausschuss des Nationalrats letzte Woche behandelt und einstimmig zur Kenntnis genommen hat.
Etwas mehr als die Hälfte (317,91 Millionen Euro oder 53,4 Prozent) wurde 2025 in vorbeugende Maßnahmen investiert, insbesondere im Bereich von Hochwasser- und Lawinenschäden.
Ein Viertel dieses Präventionsaufwandes (80,55 Millionen Euro) ist dem Posten „Hagelversicherungs-Förderungsgesetz“ zugeordnet. 2024 waren es 73,84 Millionen Euro gewesen, 2023 68,01 Millionen Euro.
Für „Maßnahmen zur Beseitigung von außergewöhnlichen Schäden“ fielen 199,09 Millionen Euro (33,45 Prozent der Katastrophenfonds-Ausgaben) an. Davon betrafen 40,36 Prozent Schäden Privater, der Rest (118,01 Millionen Euro) entfiel auf Schäden von Ländern und Gemeinden.
„Landesstraßen B“ sind abseits dessen als eigener Verrechnungskreis ausgewiesen, der mit 6,38 Millionen Euro beziffert wird. In den beiden Vorjahren betrugen die entsprechenden Werte 2,05 Millionen Euro (2024) bzw. 2,04 Millionen Euro (2023).
Im Verrechnungskreis „Landesstraßen B“ standen den Ausgaben Zuflüsse in Höhe von 10,00 Millionen Euro (sie sind in den erwähnten 678,8 Millionen Euro nicht eingerechnet) gegenüber.
Die übrigen 78,25 Millionen Euro des Jahres 2025 waren den Feuerwehren gewidmet. Davon gingen 58,25 Millionen Euro in Einsatzgeräte.
Der Rest sind jene 20,0 Millionen Euro, die seit 2022 aus der Körperschaftsteuer jährlich für einen Zuschuss an die Länder zur Finanzierung von Investitionen der Feuerwehren an den Fonds überwiesen werden.
Neos-Mandatar Markus Hofer plädierte laut Parlamentskorrespondenz aus Gründen der Fairness für eine bundeseinheitliche Regelung der Schadensauszahlungen.
Generell müsse man sich die Frage stellen, wie in Zukunft mit Katastrophenschäden umgegangen werde, sagte Hofer und thematisierte diesbezüglich erneut eine mögliche Versicherungspflicht.
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