29.10.2026 – Im letzten Jahr wurden 2,11 Millionen stationäre Spitalsaufenthalte von Personen mit österreichischem Wohnsitz verzeichnet. Neubildungen machten 13,1 Prozent der Hauptdiagnosen aus, gefolgt von Erkrankungen des Kreislaufsystems (11,6 Prozent). Rund ein Zehntel betraf Verletzungen und Vergiftungen, dasselbe gilt jeweils für Krankheiten des Bewegungsapparats und des Verdauungssystems.

2025 wurden in Österreichs Akutkrankenanstalten 2,11 Millionen stationäre Aufenthalte von Personen mit Wohnsitz in Österreich verzeichnet. Gegenüber 2024 ist das ein Rückgang um 0,9 Prozent.
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 6,2 Tage. Das entsprach dem Vorjahresniveau. Diese Zahlen hat die Statistik Austria vor kurzem bekanntgegeben.
Die Spitalsentlassungsstatistik gibt auch Auskunft über die Hauptdiagnosen. Sie werden gemäß der „internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“ (ICD-10) in der für Österreich angepassten Version erfasst.
Pro stationärem Krankenhausaufenthalt wird eine Hauptdiagnose zum Entlassungszeitpunkt angegeben; das ist jene Diagnose, die sich als Hauptgrund für den stationären Krankenhausaufenthalt herausgestellt hat.
Die am häufigsten gestellte Diagnose waren Neubildungen (275.586 Fälle oder 13,1 Prozent), davon waren 224.773 bösartig.
Ebenfalls sehr oft diagnostiziert wurden Krankheiten des Kreislaufsystems (244.268; 11,6 Prozent) sowie Verletzungen und Vergiftungen (223.885; 10,6 Prozent).
Krankheiten des Bewegungsapparats (206.145; 9,8 Prozent) und Krankheiten des Verdauungssystems (196.167; 9,3 Prozent) folgen als viert- und fünftgrößte Diagnosegruppen.

Langfristig hat sich die Anzahl der stationären Spitalsaufenthalte rückläufig entwickelt.
„2015 wurde fast ein Fünftel mehr stationäre Aufenthalte in Akutkrankenanstalten verzeichnet, pro Kopf ging die Zahl seither um 24,5 Prozent und unter Berücksichtigung der alternden Bevölkerung um 28,0 Prozent zurück“, teilt die Statistik Austria mit. Auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sei damals mit 6,5 Tagen höher gewesen.
Die Anzahl der im Spital verstorbenen Patienten pro 1.000 Aufenthalte stieg laut den Daten hingegen um mehr als 30 Prozent von 15,3 auf 20,0 Sterbefälle. Auch unter Berücksichtigung der sich ändernden Altersstruktur der Bevölkerung habe dieser Anstieg noch rund 20 Prozent betragen.
Für die Statistik deutet diese Entwicklung darauf hin, dass der Anteil schwerkranker Patienten im vollstationären Versorgungssektor zunimmt, weil leichtere und weniger weit fortgeschrittene Erkrankungen tagesklinisch oder spitalsambulant behandelt werden können.
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