3.2.2026 – Die Risiken im europäischen Versicherungssektor, stellt die Eiopa fest, „bleiben stabil auf mittlerem Niveau“ – allerdings vor dem Hintergrund eines unsicheren geopolitischen Umfelds, das den makroökonomischen und marktbezogenen Risikoausblick belaste.

Das makroökonomische Umfeld sei weiterhin stabil auf mittlerem Niveau, dies werde durch BIP-Wachstum und nachlassende Inflation unterstützt.
Dem stünden jedoch anhaltende und sich verschärfende geopolitische Spannungen – insbesondere im Zusammenhang mit Venezuela, dem Iran und Grönland – gegenüber. Durch sie steige die Unsicherheit und werde der Ausblick für Handel, Energie und Sicherheit belastet.
Gleichzeitig könnten höhere öffentliche Ausgaben – besonders für Verteidigung und Infrastruktur – den fiskalischen Spielraum mittelfristig einengen.
Dies stellte die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa am Freitag anlässlich der Veröffentlichung ihres „January 2026 Insurance Risk Dashboard“ fest. Ihm liegen Daten von 97 Versicherungsgruppen und 2.124 Einzel-Versicherungsunternehmen zugrunde.
Die Finanzmärkte bleiben anfällig für Bewertungsdruck, so die Behörde weiter.
Jüngste Anstiege der Volatilität seien zwar eingedämmt worden. Ein mögliches Platzen einer KI-bezogenen Vermögenspreisblase könnte aber Marktschwankungen verstärken, auch wenn dies nicht unmittelbar ein höheres Ausfallsrisiko nach sich ziehe.
Kredit- und Liquiditätsbedingungen bleiben laut Eiopa weitgehend stabil – wenngleich die Finanzierungsdynamik angesichts vermehrter Emissionen und anhaltenden Refinanzierungsbedarfs „erste Anzeichen von Druck“ zeige.
Der Versicherungssektor zeige sich weiterhin widerstandsfähig. Dies werde gestützt durch solide Kapitalausstattung und starkes Prämienwachstum. Nichtsdestoweniger: Geopolitische Spannungen, Störungen im Handel und Cybervorfälle, so die Behörde, erfordern weiterhin Wachsamkeit.
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