20.10.2026 – Der zweite Teil dieser Serie befasst sich mit der Frage, welche Versicherungsmakler für Käufer besonders interessant sind und was die Käufergruppen bieten. – Von Marielle Adams und Stefan Adams.

Der österreichische Versicherungsmaklermarkt gerät zunehmend in den Fokus größerer, häufig Private-Equity-finanzierter Maklergruppen.
Doch nicht jedes Maklerunternehmen ist für diese Käufer gleichermaßen interessant.
Ein Blick auf den deutschen Markt zeigt relativ deutlich, auf welche Unternehmen sich die Nachfrage konzentriert.
Insbesondere hochwertige und spezialisierte Maklerunternehmen stehen im Fokus der Käufer.
Besonders interessant sind Gewerbemakler mit klarer Spezialisierung, beispielsweise in den Bereichen Immobilien, Vermögensschadenhaftpflicht, Yachten oder generell Unternehmen mit einem hohen Anteil an Sachversicherungsgeschäft.
Je klarer die Positionierung, je stabiler der Bestand und je interessanter das Geschäft für eine größere Maklergruppe, desto höher ist in der Regel auch das strategische Interesse eines Käufers.
Damit verschiebt sich die Frage für viele Makler: Nicht nur, ob ein Verkauf grundsätzlich infrage kommt, sondern auch, welcher Käufer überhaupt zum eigenen Unternehmen passt.
Denn die einzelnen Gruppen unterscheiden sich durchaus.
Strategie, Integrationsgrad und Unternehmenskultur hängen nicht zuletzt von der jeweiligen Geschäftsführung ab. Die Intention bleibt im Kern jedoch ähnlich: Unternehmen zukaufen, diese in die eigene Gruppe integrieren und ihnen zentrale Dienstleistungen zur Verfügung stellen.
Dazu gehören beispielsweise eine zentrale Personalabteilung, zusätzliche Mitarbeiter-Benefits oder die Übernahme administrativer Tätigkeiten.
Für bisherige Eigentümer kann das bedeuten, dass sie sich wieder stärker auf Kunden und Vertrieb konzentrieren können.
Häufig bleibt die bisherige Geschäftsführung nach dem Verkauf noch für eine vertraglich vereinbarte Übergangsphase operativ an Bord.
Wie lange diese dauert, ist letztlich Teil der jeweiligen Transaktion und hängt von den Vereinbarungen zwischen Käufer und Verkäufer ab.
Gerade deshalb lohnt es sich, bei einem möglichen Verkauf nicht ausschließlich auf den Kaufpreis zu schauen.
Auch die Fragen, wie stark das eigene Unternehmen künftig integriert wird, welche Entscheidungsfreiheiten bestehen bleiben, wie Mitarbeiter übernommen werden und welche Rolle der bisherige Eigentümer nach der Transaktion spielen soll, können entscheidend sein.
Doch mit dem Einstieg eines Private-Equity-finanzierten Käufers endet die Geschichte eines Unternehmens nicht. Sie wird in die nächste Generation geführt.
Marielle Adams, Stefan Adams
Die Autoren: Stefan Adams ist Geschäftsführer von Dr. Adams, zu deren Tätigkeitsbereich Unternehmensbewertung und -transaktionen gehören. Marielle Adams ist Geschäftsführerin der auf M&A-Beratung und -Begleitung spezialisierten Adams Strategy.
Lesen Sie demnächst Teil 3 der Serie.
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