3.4.2025 – Die Helvetia Österreich erzielte 2024 ein Prämienvolumen von 646,6 Millionen Euro, ein Zuwachs von 7,1 Prozent. Die Versicherungsleistungen stiegen um 12,7 Prozent auf 481,9 Millionen Euro. Prägend waren Naturkatastrophen und inflationsbedingt höhere Schäden.
Die Helvetia Versicherungen AG meldet für 2024 ein Gesamtprämienvolumen in Höhe von 646,6 Millionen Euro. Im Vergleich zu 2023 ist ein Plus von 7,1 Prozent.
Die Schaden/Unfall-Versicherung registrierte eine Steigerung um 8,4 Prozent auf 472,8 Millionen Euro. „Dabei legte der Bereich Kfz um 7,7 Prozent auf 173,3 Millionen Euro zu und im Bereich SHU (Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherung) wurde ein Plus von 8,9 Prozent auf 299,5 Millionen Euro verzeichnet“, hebt der Versicherer hervor.
Die Lebensversicherung wuchs um 3,6 Prozent auf 173,8 Millionen Euro. Bei den laufenden Prämien gab es ein Wachstum von insgesamt 3,1 Prozent, bei laufenden Prämien in der fondsgebundenen Lebensversicherung belief es sich auf 6,6 Prozent.
Die Versicherungsleistungen summierten sich auf 481,9 Millionen Euro (+12,7 Prozent). Davon entfielen 333,7 Millionen Euro (+12,8 Prozent) auf Schaden/Unfall.
Das Jahr 2024 sei nach 2021 das zweitstärkste Natkat-Schadenjahr der Unternehmensgeschichte gewesen, betont die Helvetia. Neben dem Tief „Boris“ im September sei es „von sich häufenden Unwettern und Stürmen und inflationsbedingt höheren Schäden“ gekennzeichnet gewesen.
In anderen Sachsparten, beispielsweise der Feuerversicherung, seien die Versicherungsleistungen „bedingt durch Großschäden und inflationsbedingte Kostensteigerungen“ angestiegen, ist dem Geschäftsbericht zu entnehmen.
In der Lebensversicherung betrugen die Versicherungsleistungen 148,2 Millionen Euro (+12,5 Prozent). Sie „waren geprägt durch einen Rückgang bei Lebensversicherungs-Todesleistungen und einem moderaten Anstieg der Lebensversicherungs-Ablaufleistungen“. Die Rückkaufsleistungen „legten hingegen deutlich zu“.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) verringerte sich in der Schaden/Unfall-Versicherung von –3,20 Millionen (2023) auf –9,85 Millionen Euro. In der Lebensversicherung stieg es dagegen von 13,07 Millionen auf 13,86 Millionen Euro.
Das ergibt insgesamt ein EGT in Höhe von 4,02 Millionen Euro, nach 9,87 Millionen Euro 2023. Der Jahresüberschuss verringerte sich von 9,38 auf 4,05 Millionen Euro, der Jahresgewinn von 9,00 auf 2,97 Millionen Euro.
Die Herausforderungen der Branche sind hinlänglich bekannt: häufigere Naturkatastrophen, hohe Reparaturkosten und verhaltene Wirtschaftsprognosen.
CEO Thomas Neusiedler
Was die langfristige Strategie betrifft, will die Helvetia im Bereich Schaden/Unfall „unter anderem auf den Ausbau der Rechtsschutz-Sparte und des KMU-Geschäfts“ setzen.
In der Lebensversicherung „stehen fondsgebundene Lebensversicherungen sowie Anreize zur Wiederveranlagung auch künftig im Fokus“.
Zusätzlich will sich der Versicherer verstärkt einer „neuen Zielgruppe“ widmen, den sogenannten „Golden Agern“, Kunden, die älter als 50 Jahre sind, „die anspruchsvolle Produkte schätzen, eine hohe Kaufkraft besitzen und so das Potenzial mitbringen, mehrere Polizzen abzuschließen“.
Wie das Unternehmen am Mittwoch weiters mitteilte, wurde mit der Hauptversammlung Ende März Annelise Lüscher Hämmerli zur Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Sie übernimmt diese Position von Markus Gemperle, der in den Ruhestand tritt.
Lüscher Hämmerli ist seit 2020 Chief Financial Officer der Helvetia-Gruppe und Mitglied der Konzernleitung.
Der Geschäftsbericht 2024 kann als PDF-Dokument von der Website der Helvetia heruntergeladen werden.
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