10.2.2026 – Im Jahresschnitt bezog in Österreich 2025 knapp mehr als eine halbe Million Menschen Pflegegeld. Das sind um 2,3 Prozent mehr als 2024. Sechs von zehn Beziehern waren Frauen. Die Hälfte aller Bezieher befand sich in den Stufen 1 oder 2. Die Ausgaben für Pflegegeld wuchsen um 6,1 Prozent auf 3,63 Milliarden Euro.
Die Anzahl der Pflegegeldbezieher hat im vergangenen Jahr die Marke von einer halben Million überschritten.
Dies geht aus Daten hervor, die die Statistik Austria am Montag veröffentlicht hat. Demnach bezogen 2025 im Jahresdurchschnitt 501.237 Personen Pflegegeld.
Gegenüber 2024 ist das eine Steigerung um 2,29 Prozent. Zum Vergleich: Die Bevölkerung ist von Ende 2024 bis Ende 2025 lediglich um 0,68 Prozent gewachsen.
Ein Blick weiter zurück zeigt: 2019 gab es durchschnittlich 463.662 Pflegegeldbezieher. Heute ist der Stand der Bezieher somit um 8,10 Prozent höher als damals.
Wieder zum Vergleich: Die Bevölkerung ist von Ende 2019 bis Ende 2025 um 3,57 Prozent gewachsen.
An den Zahlen wird auch erkennbar, dass die Pflegestufe 1 besonders stark zugelegt hat. 146.260 Personen waren letztes Jahr in dieser Pflegestufe; das ist ein Anstieg um 4,69 Prozent gegenüber 2024.
Der Anteil der Personen in Pflegestufe 1 beträgt 29,18 Prozent der Gesamtzahl der Bezieher. Rechnet man die Bezieher der Stufe 2 hinzu, so befanden sich insgesamt 49,67 Prozent in den beiden untersten Pflegestufen.
Pflegegeld der höchsten Stufe 7 erhielten im Jahresschnitt 1,67 Prozent aller Bezieher. Die Anzahl der Bezieher in Stufe 7 ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen, zuletzt belief sie sich auf 8.332. Der zweithöchsten Stufe 6 waren 4,24 Prozent zugewiesen.

Die Mehrheit der Pflegegeldbezieher ist weiblich: 2025 waren 61,20 Prozent Frauen, dementsprechend 38,80 Prozent Männer.
In den beiden untersten Pflegestufen 1 und 2 waren 153.415 Frauen und 95.523 Männer. In den beiden höchsten Stufen 6 und 7 waren 16.916 Frauen und 12.646 Männer.
Die Ausgaben für das Pflegegeld hatten 2023 die Marke von 3 Milliarden Euro übersprungen und einen Wert von 3,06 Milliarden Euro erreicht.
2024 waren die Ausgaben um 12,2 Prozent auf 3,43 Milliarden Euro gestiegen, 2025 kletterte der Betrag schließlich um 6,1 Prozent auf 3,63 Milliarden Euro.
Zur Einordnung: Die Inflation nach VPI war in beiden Jahren deutlich niedriger: 2024 lag sie bei 2,9 Prozent, 2025 bei 3,6 Prozent.
Die höchsten Ausgaben fielen 2025 in den Stufen 5 (21,7 Prozent aller Ausgaben), 4 (20,7 Prozent) und 3 (17,9 Prozent) an – siehe Tabelle.
| Stufe | Ausgaben (Euro) | Stufe | Ausgaben (Euro) |
|---|---|---|---|
| Quelle: Statistik Austria | |||
| 1 | 350.984.513 | 5 | 790.365.819 |
| 2 | 456.293.947 | 6 | 417.560.718 |
| 3 | 650.901.624 | 7 | 215.064.345 |
| 4 | 753.194.216 | 1–7 | 3.634.365.182 |
Die Höhe des Pflegegeldes hängt vom Pflegebedarf ab. Sie ist im Bundespflegegeldgesetz definiert und beträgt 2026
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