13.4.2026 – Die Trennung von Haftungs- und Deckungsprozess sowie das damit zusammenhängende Prinzip der Bindungswirkung stehen im Zentrum eines neu bei Linde erschienenen Buchs.
Julia Pfennich ist Unternehmensjuristin und hat diesjährigen „Hammurabi“-Preis der Fachgruppe der Wiener Versicherungsmakler den dritten Platz belegt (VJ 16.3.2026).
Erreicht hat sie ihn mit ihrer Dissertation, die sie 2025 an der Paris-Lodron-Universität Salzburg abgeschlossen hat. Darin analysiert sie wissenschaftlich „das Trennungsprinzip in der Haftpflichtversicherung“.
Mit ebendiesem Titel ist nun auf Basis ihrer Dissertation ihr Buch zu diesem, wie sie im Vorwort schreibt, „bislang wenig untersuchten Grundprinzip der Haftpflichtversicherung“ herausgekommen.
Das im Linde Verlag erschienene Werk richtet sich an Versicherer, Experten, Anwälte und Judikative.
Die Haftpflicht zähle, auch gemessen am Prämienvolumen, zu den „wichtigsten Versicherungssparten überhaupt“, schreibt Pfennich im Einführungskapitel.
Angesichts verschärfter und neuer Haftungstatbestände sei zu erwarten, dass die Zahl der Pflichthaftpflichtversicherungen sogar noch steigen wird – nicht zuletzt wegen des zunehmenden Einsatzes künstlicher Intelligenz.
„Auffallend ist, dass trotz dieser Relevanz der Haftpflichtversicherung einige Grundprinzipien noch nicht vollständig geklärt sind“, stellt Pfennich weiter fest. Sie erachtet es als „unerlässlich, sich mit den fundamentalen Prinzipien der Haftpflichtversicherung“ auseinanderzusetzen.
Zu diesen gehörten das Trennungsprinzip – wonach Haftungs- und Deckungsprozess getrennt sind – und die dieses ergänzende Bindungswirkung, die den Haftungsprozess an die Entscheidung und zugrunde liegenden Feststellungen des Deckungsprozess bindet.
Pfennich widmet sich in den ersten Kapiteln des Buchs zunächst grundlegenden Begriffen, der historischen Entwicklung der Haftpflichtversicherung und ihrer heutigen Gestalt. Anschließend beleuchtet sie die Anwendung der Trennungsprinzips und der Bindungswirkung.
Kontroversen rund um das Trennungsprinzip treten „insbesondere im Zusammenhang mit der Billigkeitshaftung und bei dem vorweggenommenen Deckungsprozess auf“, so die Autorin.
Diesen beiden „Spezialfällen“ bei der Anwendung des Trennungsprinzips widmet sich deshalb der nächste Teil des Buchs eingehend auf 76 Seiten.
Pfennich geht im Zuge ihrer Erörterungen auch immer wieder auf Judikatur und Schrifttum aus Deutschland ein.
„Das Trennungsprinzip in der Haftpflichtversicherung“
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